6 - Vertrauen auf Christus allein | Himmel und Erde vereinen
- vor 7 Stunden
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Jesus Christus, der zweite Adam, überwindet den Selbstbetrug des Menschen, kreuzigt ihn und schafft ein neues Leben. So wird der Zugang zur ursprünglichen Liebesquelle (Gott) wieder für alle möglich. Der Mensch ist geistlich unaufhörlich durch Vertrauen und Glauben gebunden – ein Automatismus ohne Toleranzbereich. Nach dem Sündenfall richtet sich dieses Vertrauen jedoch nicht mehr auf Gott, sondern auf Menschen – ebenfalls ein ununterbrochener Automatismus.
Vertrauen geschieht dabei auf zwei Ebenen:
im Herzen (Unterbewusstsein) → bestimmt die Identität
im Verstand (Bewusstsein)
Durch den Selbstbetrug hatte sich der Mensch für immer von Gott getrennt. Gott löste das Problem, indem er in Christus den Menschen „hinzuaddierte“. Das alte Leben steht unter dem Gesetz (Erbschaft Adams), das neue Leben ist Gnade durch Glauben an Christus.
Erlösung geschieht hier und jetzt als innere Befreiung. Sie verlangt volle mentale Anstrengung, um den Irrtum zu durchschauen. Besonders schwierig: Der Irrtum tarnt sich als das Gute und wehrt sich gegen Unrecht – wodurch er selbst Unrecht produziert. Deshalb ist eine „Beschneidung des Herzens“ nötig (vgl. Philipper 3): Alles, was uns Menschen vertrauen lässt statt Gott, muss weggeschnitten werden. Unser Verstand und Wille kämpfen gegen das trügerische Herz, das uns unbemerkt von Gott trennt und in die falsche Richtung lenkt.
Da wir keinen direkten Zugang zu unserem Unterbewusstsein haben, schreibt der Heilige Geist die neue Identität ins Herz. Im Bewusstsein müssen wir diese Identität glauben und vertrauen, dass Gottes Maßstab uns den Irrtum erkennen lässt. Im neuen Leben gilt: Niemand hat uns je wirklich geschadet. Vergangenheit, Reue und Vorwürfe sind vorbei. Der Glaubenskampf ist freudig – ein Weg von Sieg zu Sieg –, solange wir nicht auf eigene Werke schauen. Diese offenbaren nur, was von der alten Natur noch übrig ist. Jedes Tun kommt entweder aus Christus oder aus der alten Natur. Wir müssen lernen, das zu unterscheiden. Das und mehr wird im sechsten Teil der Serie „Himmel und Erde vereinen“ vertieft.


