5 - Passah | Das 2. Buch Mose
- elenabalzer19886
- vor 1 Tag
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Gott kennt keinen Zwang – ein innerer Prozess im Geist des Menschen, bei dem er versucht, das Unmögliche zu tun, was nur durch Selbsttäuschung möglich ist. Zwang bedeutet geistige Gefangenschaft und führt letztlich zu Krankheit, weil man versucht, andere nach eigenem Willen zu formen.
Obwohl der Pharao sie nicht zwingen kann, folgen die Israeliten dennoch seinen Befehlen. Warum? Aufgrund ihres Selbstbetrugs sind sie geistig abhängig vom Pharao und handeln aus Angst. Wären sie sich ihrer Identität als Kind Gottes bewusst, würden sie nur das tun, was in Gottes Willen liegt. Sie könnten unabhängig von Konsequenzen Ja oder Nein sagen, der Pharao wäre machtlos.
Regierungen können drohen oder physisch bestrafen, aber niemals echten geistigen Zwang ausüben. Entscheidend ist, von wem der Mensch abhängig ist. Und die zehn Plagen sollen sowohl die Ägypter als auch die Kinder Israels lehren, dass sie allein von Gott abhängig sind. Denn jemanden, der glaubt, er sei Gott, von seiner Abhängigkeit vom Schöpfer zu überzeugen, ist sehr schwer. Oft ist es ohne Leid und Schmerz nicht möglich, sich selbst und Gott zu erkennen.
Wir betrachten die zehnte Plage (2. Mose 11, 6–8) und warum die Erstgeburt sterben musste – auch im Zusammenhang mit Christus als Erstgeborenen Gottes. Das Passahfest in 2. Mose 12 symbolisiert die endgültige Befreiung am Ende der Zeit. Außerdem schauen wir uns im fünften Teil unserer Serie „Das 2. Buch Mose“ an, wie damals das Passah gefeiert wurde und was das Fest der ungesäuerten Brote bedeutet.